Maker-Story: Eine Halterung aus dem Netz – so geht das!

Nils Beinke ist unser Mann der ersten Stunde – er brachte die Idee einer Online-Plattform, die Maker und Menschen mit Beeinträchtigung vernetzt, mit zum HelpCamp im Dezember 2017 und feilte von diesem Tag an fleißig mit uns daran, sie schnell umzusetzen. MatchMyMaker war geboren!

Mann mit Blatt zur Kampange #matchmymaker und dem Slogan Ich baue Hilfsmittel
Nils Beinke von Makers Help Care baut Hilfsmittel – und wird niemals müde, sich für MatchMyMaker einzusetzen. Hut ab, Nils! Foto: Nils Beinke

Als wäre das noch nicht genug zu tun, arbeitet Nils auch noch als Lehrer an einer Förderschule für Schüler*innen mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung – und zeigt euch mit seiner Maker-Story, wie schnell und einfach man sich online vernetzen kann, um eine neue Alltagshilfe zu bauen.

Maker und Menschen mit Beeinträchtigung zusammenbringen, um Hürden abzubauen, ist eine großartige Erfahrung. Ich weiß, wovon ich rede, denn in nicht mal einem Jahr habe ich mit Makers Help Care dutzende Hilfsmittel unter die Leute gebracht. Egal ob Schlüsselverdickung, Getränkehalterung oder Einhandschere, mit dem 3D-Drucker ist die Alltagshilfe schnell erstellt.

Ein spezielles Projekt habe ich mit Dennis umgesetzt. Er steuert seinen PC mit dem Mund und den Augen. Allerdings ist seine Augensteuerung eher unpraktisch angebracht, weshalb er sich eine Spezialanfertigung wünschte, damit er bequemer zocken kann. Da wollte ich helfen! Wir schrieben uns übers Netz einige Male hin und her, bis ich verstanden hatte, worauf es ankommt. Auf der Rückseite seiner Mundsteuerung befinden sich Schrauben, die auch für die neue Halterung genutzt werden könnten. „Schick mir mal zwei Fotos, auf denen jemand auf Höhe und Länge ein Lineal anhält“, schrieb ich ihm und bekam prompte Antwort. Ich legte also beide Bilder übereinander, passte danach die Größe im 3D-Programm an und konnte loslegen. Da die Augensteuerung etwa einen halben Meter von seinem Gesicht entfernt sein musste, baute ich ein paar Stangen ein, die ich später bequem aus dem Baumarkt bekam. Zusätzlich baute ich eine kleine Wippe ein, damit sich auch der Winkel verstellen lässt (Augensteuerungen sind manchmal störrisch). Jede neue Version ging zurück an Dennis, bis es irgendwann von ihm hieß: „So kann es klappen!“

Den Rest erledigten der 3D-Drucker und der Postbote. Jetzt hoffe ich, Dennis bald zu treffen und ihm vielleicht bei einer Runde „Rocket League“ zu zeigen, wo der Maker-Hammer hängt. Keine Ausreden mehr!

 

Nils, du bist ein großartiger Botschafter für MatchMyMaker! Danke für dein unermüdliches Engagement.

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.