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Event

Open Health HACKademy #3

Praktisches Arbeiten in diversen Teams

Open Health HACKademy #3

Bei der Open Health HACKademy entwickelst du im interdisziplinären Team gemeinsam mit Menschen mit Behinderung, Studierenden von technischen, medizinischen und sozialen Fachgebieten, Gesundheitsexpert*innen und Makern Open-Source-Hilfsmittel. Aufgrund der aktuellen Situation starten wir virtuell. Für die Umsetzung von Funktions-Prototypen können im August die Werkstätten der Beuth Hochschule für Technik in Berlin und voraussichtlich weitere Fab Labs genutzt werden. Wer im August nicht in Berlin sein kann oder zur Risikogruppe gehört, kann auch weiterhin virtuell dabei sein, online präsentieren und online alle Inputs miterleben.
Mentor*innen mit Wissen z.B. zu technischen, medizinischen, gestalterischen, unternehmerischen und teamspezifischen Fragen stehen euch während eures gesamten Designprozesses zur Verfügung. Auch die Dokumentation und Kommunikation der Projekte wird durch Mentor*innen unterstützt. Ziel ist, zusammen mit einer Person, die das Hilfsmittel benötigt, einen funktionierenden Prototypen zu entwickeln und eine Dokumentation zum Nachbauen, Modifizieren und Weiterentwickeln vielen Menschen zur Verfügung zu stellen. Besonders wichtig ist dabei, zusammen eine gute Zeit zu haben und viel mit und voneinander zu Lernen. Nach  dem Abschluss der HACKademy erhältst du ein Zertifikat und als Studierender Credit Points.

Daten

Kick-Off Wochenende Sprint 1
6. und 7. Juni

Check in, Feedback und Input Session
17. Juni, 1. Juli, 15. Juli, 29. Juli

Sprint 2
2. – 5. August

Sprint 3
8. und 9. August

Ort

Online im Slack-Workspace, BigBlueButton und Beuth Hochschule für Technik, Luxemburger Straße 10, 13353 Berlin

Kosten

Das Projekt wird gefördert, daher entstehen für dich keine Kosten.

Deine Herausforderung für die HACKademy

Du erfährst eine Hürde und fühlst 
dich von bestimmten Aktivitäten ausgeschlossen? Du gehörst zur Risikogruppe und benötigst ein Hilfsmittel, um in der Corona-Krisensituation besser für dich zu sorgen?

Die Open Health HACKademy #3 ist bereits im vollen Gange. Wir nehmen dafür keine weiteren Herausforderungen an. Du kannst aber hier deine Herausforderung für MatchMyMaker einreichen.

Lösungen erarbeiten

Melde dich als Maker, Designer*in, Gesundheitsexpert*in oder Unter­stützer*in für die Hackademy an.

Die Anmeldung für Maker ist noch offen. Werde Teil eines inklusiven Teams.

Mentor*innen und Inputgeber*innen gesucht!

Wir suchen Menschen, die Lust haben, Zeit zu spenden und uns und unsere Teams als Mentor*in, Inputgeber*in, Helfer, Coach oder Social Media Hero*in zu unterstützen.

Werde Teil des Open Health HACKademy #3 Teams.

Herausforderungen der
Open Health HACKademy

WIE KÖNNEN WIR ein Handbike für Spastiker*innen bauen, das nur durch senkrechte Bewegung der Arme bewegt werden kann.

Ich kann die Arme nicht gut beugen oder strecken, aber "rauf und runter" mit dem Schultergelenk geht.

WIE KÖNNEN WIR eine Stütze bauen, mit der ich mich langsam in den Fersensitz absenken kann?

Ich habe im linken Knie eine Prothese und kann die Muskeln in diesem Bein schlecht ansteuern. Konkret bedeutet das, dass ich die Muskulatur in meinem linken Oberschenkel auch mit Sport und Fahrrad fahren kaum aufbauen kann. Die Einschränkung betrifft nicht nur das Knie, sondern auch die Hüfte und den unteren Rücken...

WIE KÖNNEN WIR eine Lösung für das Schieben eines weiteren Rollis schaffen?

Es geht dabei um den Transfer mit Rolli von Bewohnern auf meiner Arbeitsstelle. Ich sitze selber im Rolli, deshalb ist diese Aufgabe bis jetzt unlösbar.

WIE KÖNNEN WIR einen Stehroll­stuhl-Hack ent­wickeln?

Es geht um einen Hack für einen manuellen Rollstuhl. Ein Aufsatz (nicht fest bzw. nicht permanent verbunden) soll ihn zum Stehrollstuhl machen. Und zwar mit Hilfe eines Seil- oder Flaschenzuges und Holz bzw. dickerem Sperrholz. Zusätzlich sollte er noch verbunden werden mit einem elektrischen Hooverboard als Antrieb.

WIE KÖNNEN WIR Türen barrierefrei für Rollifahrer*­­innen machen?

Türen können im Rollstuhl schlecht nach innen geöffnet werden. Menschen im E-Rolli können Türen praktisch gar nicht von selbst öffnen.

WIE KÖNNEN WIR einen Viren- und Bakterienschutz am Rollstuhl integrieren?

Ich sitze im Rollstuhl und habe eine eingeschränkte Atmung. Deshalb gehöre ich zur sog. Risikogruppe. Unter einer sog. Mund-Nasen-Maske bekomme ich keine Luft und kann diese nicht tragen. Visiere aus Plexiglas sind für mich zu schwer und aufgrund meiner niedrigen Sitzposition fallen Viren und Bakterien eher auf mich drauf und kommen mir in der Regel nicht von vor entgegen.

Aufbau der
Open Health HACKademy

1. Kennenlernen & Teams bilden: Digitales Kick-Off Event
(Sa. 06. Juni 13:00-18:00 bis So. 07. Juni 10:00-16:00 via BigBlueButton, Slack & Miro)

Am Kick-Off Event stellen wir dir die HACKademy und die eingereichten Herausforderungen vor. Auch offene Fragen lassen sich hier klären. Dann heißt es: finde dein Team! Im Rahmen einiger Teambuilding-Übungen stellen wir die digitalen Tools für die Projektarbeit vor. Am zweiten Tag werdet ihr in den Design-Thinking-Prozess eingeführt.

2. Selbstbestimmtes Arbeiten in Teams:
(08. Juni 2020 – 31. Juli 2020)

In den nächsten Wochen vertieft ihr im Team Ideen, lernt die unterschiedlichen Fähigkeiten sowie die gemeinsame Herausforderung weiter kennen. Ihr beginnt erste schnelle Prototypen für eure Lösung zu entwickeln und zu testen. Bei einem alle zwei Wochen stattfindenden Online Meeting gibt es Raum für Austausch und Feedback mit den Projektteams, Mentoren und dem Orgateam.

Online Treffen mit Mentoren & Orgateam (17. Juni, 1. Juli, 15. Juli, 29. Juli, je 18:30-20:00 auf Zoom)

3. Finales Prototyping:
(in den Werkstätten der Beuth Hochschule für Technik Berlin, die Teilnahme ist vor Ort oder digital möglich).

Für die finale Phase des Prototypings geben wir allen, denen es möglich ist vor Ort zu sein, die Möglichkeit die Werkstätten der Beuth Hochschule zu nutzen. Dort kreiert ihr euer finales Produkt zur Lösung der Herausforderung.

Sonntag, 2. August 2020 10:00-18:00
– Analoges Kennenlernen
– Werkstatt und Maschineneinführungen
– Abends Austausch mit Zwischenpräsentationen

Unter der Woche, 10:00-18:00
vom 3. –5. August, ist ein intensives Prototyping mit den Maschinen des FabLabs – digital und analog, Lowfidelity bis Highfidelity, Experimentieren, Testen und Variantenbildung angesetzt. Experten aus unserem Team unterstützen den Prototypenbau.

4. Austausch & Veröffentlichen: (in den Werkstätten der Beuth Hochschule für Technik Berlin, die Teilnahme ist vor Ort oder online möglich).

Samstag, 8. August 2020 10:00-18:00
– Finalisieren von Dokumentation- und Videoproduktion

Sonntag, 9. August 2020 15:00-18:00
– Abschlussevent

In den letzten zwei Tagen des Projektes finalisiert ihr eure Open Source Projektdokumentation und produziert Videos, die eure Lösung vermitteln. Das Ziel der HACKademy ist es, Lösungen auf verschiedenen Plattformen zugänglich zu machen und im Team voneinander zu lernen. Die HACKademy endet mit einer Präsentation aller Produktvideos und einer Feier. Die abschließenden Präsentationen der HACKademy, so wie einige Inputs werden online durch unseren Partner beuthBOX gestreamt, so dass auch Teams und Interessierte, die nicht an der Beuth Hochschule anwesend sein können, präsentieren und/oder zuschauen können.

Wer steckt dahinter?

Die Open Health HACKademy wird im Rahmen der Projekte MatchMyMaker und Careables von den gemeinnützigen Organisationen be able e.V. und Agile Heap e.V. veranstaltet. Raul Krauthausen von den Sozialhelden ist Mitinitiator und Beirat der HACKademy.

Unsere Partner für die Open Health HACKademy #3 sind das Hasso Plattner Institut Potsdam mit der School of Design Thinking, die Beuth Hochschule für Technik Berlin mit ihrem Fab Lab, das Beuth StartupHub und der beuthBOX als Medienpartner.

Das Careables-Projekt wurde durch das Forschungs- und Inno
vationsprogramm „Horizont 2020“ der Europäischen Union im Rahmen der Zuschussvereinbarung Nr. 780298 finanziert.

Die Open Health HACKademy unterstützen

Du kannst die Teams der nächsten Open Health HACKademy mit deiner Spende für Material, Betreuung und Verpflegung für die ehrenamtlichen Entwickler*innen und Aufwandsentschädigungen für Expert*innen unterstützen. 

Spenden