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8. Februar 2021

Gemeinsames Hürden-Abbauen auf der Open Health HACKademy#3

Vielen Menschen mit Behinderung fehlen Hilfsmittel, die sie zum Leben und Arbeiten brauchen. Bei der Open Health HACKademy #3 entwickelten acht interdisziplinäre Teams, bestehend aus Menschen mit Behinderung, Studierenden aus technischen, medizinischen oder sozialen Bereichen, Gesundheitsexpert*innen, Designer*innen und Makern in 10 Wochen Open-Source-Lösungen für verschiedene Herausforderungen.

Aufgrund der Corona Pandemie musste die Open Health HACKademy im Juni online starten. Über Videotelefonie, ein Online-Whiteboard und andere Kommunikationswege tauschten sich die Teammitglieder aus. Dabei präsentierten sich die HACKademy-Teams auch ihre Fortschritte oder Hürden untereinander in den Feedback-Sessions oder halfen sich mit dem Fertigen einzelner Teile aus.

Drei Teams konnten sich im August zur Finalisierung ihrer Projekte an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin treffen. Dort nutzten sie Werkzeuge und Maschinen und bekamen Hilfe von den Mitarbeitern des FabLabs der Beuth.

Eindrücke der Open Health HACKademy #3

Was nehmen wir mit?

Diese erste online HACKademy ermöglichte uns zu probieren, wie wir die Hilfsmittelentwicklung digitalisieren können. Die Erfahrungen, die wir mitnehmen durften, helfen uns bei der Entwicklung unserer MatchMyMaker-App. Die Pandemie, die uns Zwang die HACKademy online anzubieten, hatte dabei für uns und aber unsere Teams etwas Gutes. Teammitglieder, die sich auf Grund von einer zu großen Distanz nicht hätten treffen können, konnten online zusammenkommen. Die Prototypen wurden einfach per Post verschickt. Videoaufnahmen vom Prototypen-Test zeigten den weit verstreuten Teammitgliedern, was am Prototypen weiter verbessert werden musste. Menschen der Risikogruppe konnten sich durch die Onlinearbeit vor Ansteckung schützen.

Wir konnten zwar durch das Zur-Verfügung-Stellen von Software zur digitalen Zusammenarbeit die räumliche Distanz überwinden – der digitale Prozess brachte aber auch wieder neue Hürden hervor. Nicht jedem ist es es möglich jede Art von Software zu benutzen – sei es, weil eine Computer-Maus, die per Spracheingabe gesteuert wird, mit dem Online-Whiteboard nicht funktioniert oder weil die Internetverbindung oder der genutzte Computer nicht genug Leistung erbringt. Technische Probleme haben wir versucht so weit wie möglich zu Analysieren und Unterstützung zu bieten. Auch die Teammitglieder und Mentor*innen haben einen großen Beitrag geleistet, so dass alle nach Möglichkeit gut mitgenommen werden konnten.

Danke an alle Hürdenabbauer*innen und Partner*innen

Wir sind wahnsinnig stolz auf unsere acht Teams, die innerhalb von zehn Wochen offene Hilfsmittel entwickelt und dokumentiert haben.

Herzlichen Dank auch an unsere Partner mit denen wir die Open Health HACKademy#3 ermöglichen konnten: Careables, Prototypes e.V., d.school des HPI, Beuth Hochschule, Beuth Box und das Beuth StartupHup und an Raul Krauthausen von den Sozialhelden, der selbst auch mit einer Idee teilgenommen hat.